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Hinweis auf Ursache für Haarausfall bei Männern
17. Juni 2012 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Einen Hinweis für die Ursachen von Haarausfall bei Männern haben Forscher der University of Pennsylvania (http://www.upenn.edu) gefunden. Es soll Aussicht auf einen neuen Behandlungsansatz, eine Möglichkeit den Verlust der Haare zu stoppen oder sogar rückgängig zu machen, bestehen. Bei Versuchen mit Männern und Labormäusen wurde ein Protein identifiziert, das den anlagebedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) auslöst. Medikamente werden laut Science Translational Medicine (http://stm.sciencemag.org) bereits entwickelt.

Das Team um George Cotsarelis hat analysiert, welche Gene aktiviert werden, wenn Männer beginnen ihre Haare zu verlieren. Es zeigte sich, dass die Werte des Proteins Prostaglandin-D-Synthase in den Zellen der Haarfollikel erhöht sind, die sich an den kahlen Stellen befinden. Das ist in den mit Haaren bewachsenen Bereichen nicht der Fall. Mäuse, die mit hohen Werten dieses Proteins gezüchtet wurden, verloren alle ihre Haare. Transplantiertes menschliches Haar hörte auf zu wachsen, wenn dieses Protein verabreicht wurde. Cotsarelis betonte, dass ein Ansatzpunkt für die Behandlung von Haarausfall bei Männern gefunden ist, berichtet die BBC. In einem nächsten Schritt sei zu untersuchen, was diesen Rezeptor beeinflusst. Auch wollen die Forscher herauszufinden, ob das Blockieren den Haarverlust rückgängig macht oder nur verhindern kann.

Eine Frage, für deren Lösung einige Zeit erforderlich sein wird. Das Verhindern des Haarwachstums wird laut dem Wissenschaftler ausgelöst, wenn sich das Protein an einen Rezeptor in den Zellen der Haarfollikel anbindet. Mehrere bekannte Medikamente, die auf diesen Signalweg abzielen, sind bereits identifiziert. Einige davon sind bereits das Ziel klinischer Studien.

Auch das deutsche Ärzteblatt hat das Thema im Frühjahr 2012 aufgegriffen: "Cotsarelis nennt Prostaglandin F2alpha als möglichen Kandidaten. Ein Analogon von Prostaglandin F2alpha ist Latanoprost. Es wird in Form von Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks eingesetzt. Zu den Nebenwirkungen zählt ein vermehrtes Wachstum der Wimpern. Ob auch auf der Kopfhaut ein Effekt erzielt würde, ist unbekannt. Vor einem Off-Label-Einsatz kann angesichts der unbekannten Folgen eines großflächigen Einsatzes nur gewarnt werden."

Zum Artikel des Ärzteblattes

Quellen: Ärzteblatt.de, Pressetext.com

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