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Dr. Andreas Finner berichtet vom 17. Treffen der europäischen Gesellschaft für Haarforschung 2016
5. Oktober 2016 - Dr. Andreas Finner

Dr. Eddie Wang aus dem Labor der bekannten Haarforscherin Dr. Angela Cristiano (USA) stellte die Ergebnisse einer Reihe von speziellen Untersuchungen (genomweite Assoziationsstudien - GWAS) bei Alopecia areata (AA) Patienten vor. Er sprach über die Rolle bestimmter Zellen in der Entstehung der Erkrankung (NKG2D + CD8-Zellen), wies aber darauf hin, dass diese nur einen Teil der beteiligten Immunzellen bei der AA darstellen. Dr. Amos Gilhar (Israel) präsentierte neue Erkenntnisse zur Auslösung der Alopecia areata und den beteiligten angeborenen lymphatischen Zellen und Gamma-Delta-T-Zellen. Zusammenfassend wurde erneut deutlich, dass es sich bei der AA um eine sehr komplexe Erkrankung handelt und bis zu einem vollständigen Verständnis ihrer Entstehung noch viele Untersuchungen erforderlich sein werden.

Sehr bewegend war der Appell einer von Alopecia areata betroffenen baltischen Kollegin, die Patienten ernst zu nehmen. Das ist bei den Mitgliedern der EHRS sicher der Fall, obwohl die therapeutischen Möglichkeiten noch unzureichend sind.

Bei narbigen Alopezien wurden von mehreren Vortragenden sowohl medizinische als auch chirurgische Aspekte diskutiert. Auf der medizinischen Seite sind eine schnelle Diagnose und Behandlung dieser trichologischen Notfälle wichtig. Dr. Jerry Shapiro stellte seine Behandlungsalgorithmen für die häufigsten narbigen Alopezien vor, die äußerliche, unterspritzende und innerliche Therapien gemäß der Schwere der Entzündung kombinieren.

Dr. Andrew Messenger präsentierte die Ergebnisse von zwei Studien mit Fragebögen bei frontal fibrosierender Alopezie (FFA). Die FFA ist eine Erkrankung, die vorrangig bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr zu einem narbigen Ausfall der Haare im Bereich der Stirn-Haargrenze führt. Die Studien legen nahe, dass Hautpflegeprodukte eine ursächliche Rolle bei der Erkrankung spielen könnten, aber weitere Studien sind nötig, um diese Theorie zu beweisen. FFA scheint eine Alopezie mit steigender Häufigkeit zu sein. Es gab mehrere andere Präsentationen zu diesem Thema, alle jedoch ohne klare Antworten zu Ursache oder Behandlung der Erkrankung. In meiner Praxis behandle ich die FFA vor allem mit äußerlichem Minoxidil und Kortison, verdünnten Kortisonunterspritzungen und teils auch Tabletten.

Dr. Andreas M. Finner (www.trichomed.com)

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