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Thema: Finasterid und PSA
2008-06-09
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Autor: melres | Vor 7 Jahren hatte ich begonnen, Finasterid zur Behandlung des androgentrischen Haarausfalls einzunehmen (Wirksamkeit gut). Ein Jahr später wurde ich 50, mein erster PSA-Wert war 3.48 ng/ml. Er kam mir - trotz des "Normalbereiches" von 0-4 - relativ hoch vor, so dass ich mich entschied, ihn nach einem halben Jahr zu wiederholen. Das war dann auch notwendig, da ich zu diesem Zeitpunkt Beschwerden hatte - häufiges Wasserlassen Tag und Nacht, Anzeichen einer Prostatitis. Nicht verwunderlich, dass der Wert - unter Finasterid - auf 5.53 ng/ml erhöht war. Ich weiss, dass eine Prostatitis dies sehr wohl allein erklären, doch die Möglichkeit eines gleichzeitig bestehenden Prostatakarzinoms erst durch eine Biopsie geklärt werden kann. Mit dem Zeitpunkt des erhöhten PSA-Wertes habe ich die Finasterid-Therapie abgesetzt, da mir bekannt war, dass Finasterid höhere PSA-Werte kaschieren kann. Die Biopsien wurden an einer norddeutschen Uniklinik vom Ordinarius selbst durchgeführt mit der Mitteilung, dass ich kein Prostatakarzinom hätte. Dieses glaubte ich aber nicht und flog zur Wiederholung der Diagnostik in die USA, wo die ganze Prozedur knapp 1 Minute dauerte und bei 3 von 14 Biopsien ein Prostatakarzinom gefunden wurde. Zum Zeitpunkt der nachfolgenden Operation war der Wert ohne Finasterid und VOR OP 3.8 ng/ml - also hatte Finasterid wohl keine PSA-Absenkung bewirkt. Frage: Bei der Halbwertzeit von 5-7 Tagen von Finasterid (?): Kann ich wieder Finasterid einnehmen, da ich 6 Jahre rezidivfrei bin, wenn ich jeweils 14-28 Tage vor dem jährlichen Kontroll-PSA Finasterid absetze? |
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Priv. Doz. Dr. Christian Kunte Experte Beiträge:628 | 2008-06-17 |
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Sehr geehrter User, dies ist eine sehr spezielle Frage, zu der es keine klinischen Erfahrungen gibt. Daher würde ich in diesem Fall dazu raten, Finasterid nicht zu nehmen und zu einer Therapie der androgenetischen Alopezie mit 5% Minoxidillösung (Regaine) raten. In jedem Fall sollten Sie mit Ihrem behandelnden Urologen über dieses Thema sprechen. Mit freundlichen Grüßen Dr. C. Kunte | |
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