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Glossar

In unserem Glossar finden Sie einige Erklärungen von Fachbegriffen rund um das Thema Haarausfall. Die einzelnen Fachbegriffe sind mit Beiträgen aus unserem Forum verlinkt, in denen sich Betroffenen austauschen.

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A

Alopecia areata
Auch kreisrunder Haarausfall genannt. Kann in jedem Lebensalter auftreten. Typischerweise liegen am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen vor. Darüber hinaus gibt es weitere, ausgedehnte Formen.

Alopecia areata totalis:
Sonderform der Alopecia areata mit Verlust aller Haare auf der Kopfhaut.

Alopecia areata universalis:
Sonderform der Alopecia areata mit Verlust aller Körperhaare (inklusive Genitalbehaarung).

androgenetische Alopezie:
Der anlagebedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie (AGA) oder Alopecia androgenetica genannt, führt bei etwa 80% der Männer zu "Geheimratsecken", zu einer "Tonsur" oder im ausgeprägten Falle zu einer "Glatze". Bei Frauen kommt es in den meisten Fällen zu einer Ausdünnung des Haarbestandes im Mittelscheitelbereich bei normaler Haardichte im Schläfen- und Hinterkopfbereich. Etwa 20% der betroffenen Männer haben ebenfalls ein "weibliches" Mittelscheitel-Lichtungsmuster. In seltenen Fällen kann auch bei Frauen das "männliche Muster" auftreten. Bei Männern beginnt die AGA oft schon in den Mittzwanzigern, wohingegen bei Frauen oft erst im 5. Lebensjahrzehnt Veränderungen auftreten und insgesamt nicht so ausgeprägt sind wie beim Mann.

Anlagebedingter Haarausfall:
siehe androgenetische Alopezie

Atopie:
Der Begriff "Atopie" beschreibt die Veranlagung, auf eigentlich harmlose Einflüsse der Umwelt mit der Haut (-> Neurodermitis), der Nasenschleimhaut (-> allergischer Schnupfen/Bindehautentzündung bzw. "Heuschnupfen") oder der Lungenschleimhaut (-> allergisches Asthma) empfindlich zu reagieren.

D

diffuser Haarausfall:
Diffusem Haarausfall, also Haarverlust am gesamten Kopfbereich ohne erkennbares Ausfallmuster, liegt in den meisten Fällen eine spezifische Ursache zugrunde, die jedoch gelegentlich schwer zu identifizieren ist. In Frage kommen z.B. das An- oder Absetzen von Antibabypillen, die Hormonumstellungen nach der Geburt, Eisenmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen, die Einnahme von bestimmten Medikamenten, Crash-Diäten, Operationen in Vollnarkose, fieberhafte Erkrankungen oder Stressepisoden.

dünnes Haar:
Eine Verdünnung der Haarschäfte an der Kopfhaut kann Ausdruck eine Verkleinerung des Haarfollikels im Rahmen einer androgenetischen Alopezie sein. Darüber hinaus können Störungen der Haarstruktur zu dünneren Haarschäften führen.

E

erblich bedingter Haarausfall:
siehe androgenetische Alopezie.

F

Finasterid:
Wirkstoff zur Behandlung der androgenetischen Alopezie des Mannes.

Fremdhaar:
Kopfhaar von fremden Personen wird genutzt zur Erstellung von Echthaar Perücken.

G

Glatzenbildung:
Begriff der Umgangssprache für die androgenetische Alopezie des Mannes.

H

Haarausfall:
Sammelbegriff für unterschiedliche Formen des Haarverlustes. Die häufigsten Formen des Haarausfalls sind die androgenetische Alopezie, der kreisrunde Haarausfall und der diffuse Haarausfall.

Haarerkrankungen:
Krankhafte Veränderungen der Haare wie z.B. Haarausfall unterschiedlicher Ursachen. Darüber hinaus können auch Erkrankungen der Kopfhaut zu einer Beeinträchtigung des Haarwachstums führen.

Haarersatz:
Sammelbegriff für unterschiedliche Formen von Zweithaar wie Perücken, Haarteile, Haarverdichtung etc.

Haarfollikel:
Gesamtheit eines Haares, inklusive der innerhalb der Kopfhaut liegenden Anteile (siehe auch Grundlagen Haaraufbau)

Haartransplantation:
Therapie zur Behandlung von Haarausfall, v.a. der androgenetischen Alopezie und des Haarausfalls durch Narbenbildung. Bei einer Haartransplantation werden die eigenen Kopfhaare umverteilt. Haare aus dem Hinterkopfbereich werden in die kahlen Flächen transplantiert, z. B. in die Geheimratsecken. Es werden also keine neuen Haare erzeugt, sondern es werden lediglich die vorhandenen Haare der Hinterkopfregion zur Auffüllung des Haarbestandes in den gelichteten Bereichen genutzt.

Hormone:
Botenstoffe zur Steuerung unterschiedlicher Funktionen des Körpers. Bekannte Vertreter dieser Stoffklasse sind die Schilddrüsenhormone sowie die weiblichen und männlichen Geschlechtshormone.

K

kreisrunder Haarausfall:
siehe Alopecia areata

Kopfhautjucken:
Juckreiz auf der Kopfhaut kann entstehen aufgrund einer Erkrankung der Kopfhaut selbst (z.B. Neurodermitis, Schuppenflechte, Pilzbefall, seborrhoisches Ekzem) oder durch eine innerliche Erkrankung bedingt sein.

M

miniaturisierte Haare:
Verkleinerung der Haarfollikel im Verlauf der androgenetischen Alopezie.

Minoxidil:
Wirkstoff zur Behandlung der androgenetischen Alopezie des Mannes (5%) und der Frau (2%).

O

Oberkopfhaarteil:
Haarersatz zur Bedeckung lichter Areale am Oberkopf. Dieser Bereich ist insbesondere bei der androgenetischen Alopezie betroffen.

R

Regaine:
Handelspräprat mit dem Wirkstoff Minoxidil zur Behandlung der androgenetischen Alopezie der Frau und des Mannes.

S

Schuppen:
Eine vermehrte Schuppenbildung der Kopfhaut kann das Zeichen einer Hautkrankheit (z.B. Schuppenflechte, Neurodermitis, seborrhoisches Ekzem) oder auch ein harmloses, lediglich kosmetisch störendes Phänomen sein. Es muss daher eine sorgfältige Klärung der Zusammenhänge durch die Hautärztin oder den Hautarzt erfolgen.

Seborrhoe
Übermäßige Fettproduktion der Haut oder der Kopfhaut.

T

Trichoscan:
Das Trichoscan ist ein Verfahren, durch das mit Hilfe einer Photographie der Kopfhaut am Computer z.B. die Haardichte bestimmt werden kann. Wichtig zur Verlaufskontrolle einer Behandlung von Haarausfall.

U

Ursachen von Haarausfall:
Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die jeweils sehr unterschiedliche Ursachen haben. Die häufigsten Formen des Haarausfalls sind die androgenetische Alopezie, der kreisrunde Haarausfall und der diffuse Haarausfall.

W

Wechseljahre:
Als Wechseljahre wird umgangssprachlich die Zeit der weiblichen hormonellen Umstellung bezeichnet, von den ersten Ausfallserscheinungen im Monatszyklus bis zum vollständigen Ausbleiben der Regelblutung.

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