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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall der Frau

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Thema: Regaine 2 oder 5% oder Regaine Männer und Finasterid
2005-07-27
Autor:
Birgit
In diesem Expertenrat werden nur Anfragen zum anlagebedingten Haarausfall beantwortet! Bitte beachten Sie die oben genannten Hinweise!

Liebes Expertenteam,
seit zwei Tagen nehme ich Regaine Frauen. Nachdem ich meine ganze Hoffnung darauf setze, hab ich mich in anderen Foren nach Erfahrungen erkundigt. Dabei wurde u.a. empfohlen, eher Regaine Männer und Finasterid zu nehmen. Was ist davon zu halten ? Empfiehlt sich ein Besuch der "Haarsprechstunde" (in meinem Fall: Uniklinik München) und was sollte man hierzu mitbringen ?
Nachdem ich derzeit kaum aus der Depression rauskomme, bin ich für jeden Rat dankbar.
viele Grüsse, Birgit
Dr. Jens Meyer

Experte
Beiträge:57
2005-08-01
Sehr geehrte Birgit,



Regaine Männer (Minoxidil 5%) wurde als individueller Heilversuch bei Frauen 1x/Tag eingesetzt, als Regaine Frauen in Deutschland noch nicht auf dem Markt war. Mittlerweile ist Regaine Frauen (Minoxidil 2%) erhältlich, es wird 2x/Tag angewendet.



1 mg Finasterid (Handelspräparat Propecia), ein Haartherapeutikum zur innerlichen Behandlung des männlichen anlagebedingten Haarausfalls, ist für Frauen weltweit nicht zugelassen und darf von Frauen aufgrund von möglichen Nebenwirkungen nicht eingenommen werden. Prof. Wolff schrieb zu diesem Thema hier im ExpertenraT: "Bei älteren, postmenopausalen Frauen ab 50 Jahren wurde eine Unwirksamkeit von Finasterid beobachtet. Nicht studiert wurde bisher, ob Finasterid nicht doch bei jüngeren Frauen mit beginnendem Haarausfall wirksam sein könnte. Einige Haarexperten glauben an eine Wirksamkeit von Finasterid bei jüngeren Frauen. Die Substanz müsste dann immer zusammen mit einer sicheren Verhütung gegeben werden. Für fast alle Ärzte in Deutschland ist die wissenschaftliche Datenlage jedoch noch zu gering, um Finasterid bei Frauen einzusetzen. Bis eventuell weitere Berichte vorliegen, wird es individuelle Heilversuche mit Finasterid bei Frauen wohl nur vereinzelt in spezialisierten Sprechstunden an (Universitäts)-Hautkliniken geben."



Ob bei Ihnen ein Besuch in einer Universitäts-Sprechstunde erforderlich ist, können wir per Internet in Unkenntnis des Falles nicht entscheiden.



Ihr Dr. J. Meyer

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