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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall des Mannes

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Thema: Regain und starke Schuppen?
2005-04-18
Autor:
Patient1
Sehr geehrtes Expertenteam,
ich nehme seit April 2004 nach Rücksprache mit meinem Hautarzt Regain 5% 2 mal täglich am Oberkopf. Ich habe schnell beobachtet, dass sich starke Schuppen auf meiner Kopfhaut bilden. Seitdem muss ich alle 2 Monate mit einem engen Kamm mechanisch die Schuppen lösen und auswaschen. Dabei verliere ich beim Auskämmen und Waschen und wieder Auskämmen in Summe etwa 170 Haare. Psychisch ist das immer eine Herausforderung. Ohne diesem Entschuppen der Kopfhaut wird der Besuch beim Friseur unmöglich. Sehe nach dem Schneiden sonst aus wie eine Sau. Ist schon passiert. Kann die starke Schuppenschicht die Kopfhaut krank machen und den krankhaften Haarausfall zusätzlich verstärken? Gibt es ein Mittel, dass die Schuppenbildung hemmt? Wenn ja, kann ich das Mittel zusätzlich zu Regain auftragen u. zu welcher Zeit nach dem Regainauftrag? Ist Regain für die starke Schuppung verantwortich? Evtl. Regain nur einmal täglich? Soll ich weiter die Schuppen regelmäßig lösen? Hatte vor Regain auch Schuppen und fettiges Haar, aber nicht so intensiv. Meine Kopfhaut ist nach Sichtprüfung des Hautarztes in 01.2005 i. O. Habe ihm von meinem Problem noch nichts erzählt. Möchte Regain weiter nehmen. An den GHE bilden sich neue Haare aus. Gehe davon aus dass es wirkt u. auch am Kopf Wirkung zeigt. Am Kopf kann ich’s nicht beurteilen da ich noch dichtes Haar habe. Ich bin 35 J. u. möchte nicht Propecia nehmen. Habe meine Technik zum gleichmäßigen Auftragen stark verbessert. Wasche den Kopf alle zwei Tage. Nehme Head & Shoulders Anti-Schuppenshampoo.

Entschuldigen Sie die vielen Fragen, aber Ihr Rat mit den den weiteren Empfehlungen ist mir sehr wichtig. Vielen Dank im voraus
Dr. Jens Meyer

Experte
Beiträge:135
2005-04-19
Sehr geehrter Fragesteller,



Schuppen können im Rahmen einer Regaine Behandlung selten auftreten. Die alkoholische Lösung kann die Kopfhaut austrocknen und so zu Schuppung führen. Welche Ursache bei Ihnen für die Schuppenbildung verantwortlich ist und welche Gegenmaßnahmen sinnvoll wären, kann nur nach einer Untersuchung des Haarbodens und gegebenenfalls der Schuppen beantwortet werden.



Bei etwa 5% der Anwender von Regaine kommt es zu Unverträglichkeitsreaktionen an der Kopfhaut mit Symptomen wie Rötung, Juckreiz und Schuppung. Meist handelt es sich nur um ein vorübergehendes Problem, gelegentlich muss jedoch die Therapie beendet werden. Prinzipiell ist zu empfehlen, den betreuenden Hautart aufzusuchen, der die Kopfhaut inspizieren kann. Neben einer Irritation der Kopfhaut kann sich auch eine Allergie gegen einen der Regaine-Inhaltsstoffe wie z.B. den Lösungsvermittler Propylenglykol entwickeln. Die Unterscheidung zwischen einer leichten Irritation und einer Kontaktallergie ist häufig klinisch, gegebenenfalls durch Allergietestung (Epikutantestung) beim Hautarzt möglich. Lesen Sie hierzu auch unseren Info-Text über den Epikutantest (Läppchentest) in der Rubrik ""Diagnosen / Kontaktekzem der Kopfhaut"". Liegt eine Allergie vor, sollte Regaine auf jeden Fall abgesetzt werden. Liegt jedoch lediglich eine leichte Irritation vor, so kann auch ein Aussetzen der Therapie, eine lediglich einmal tägliche Behandlung oder die Verwendung der 2 %igen Lösung versucht werden. Dies sollte aber auf jeden Fall mit dem Hautarzt abgestimmt werden.



Ihr Dr. J. Meyer

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