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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall des Mannes

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Thema: Nebenwirkungen durch die Einnahme von Propecia
2005-02-24
Autor:
Fabius
Sehr geehrtes Experten-Team,

ich bin 25 Jahre alt und habe seit etwa 2 Jahren lichter werdendes Haar, insbesondere auf dem Hinterkopf. Seit 6 Monaten nehme ich Propecia (1 mg Finasterid). Ich vertrage das Medikament sehr gut und habe bereits eine Besserung meines Haarproblems festgestellt (Haarausfall hat sich eingestellt und einige Haare sind bereits wieder nachgewachsen). Vor ca. 2 Monaten habe ich bemerkt, dass ich relativ viele neue Leberflecken im Brust-, Arm- und Rückenbereich bekommen habe. Angefangen hat das Ganze mit kleinen bräunlichen Punkten, die sich mit der Zeit weiter vergrößert haben. Meine ursprünglichen Leberflecken haben sich jedoch nicht verändert.

Nun meine Fragen: Besteht ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Propecia und der Neubildung von Leberflecken? Wurden von anderen Patienten bereits ähnliche Wirkungen beobachtet? Ich habe im letzten Jahr meinen Körper kaum einer intensiven Sonnenbelastung ausgesetzt (weder Sonnenbäder noch Solarium oder ähnliches). Würden Sie mir raten, Propecia abzusetzten? Wie sieht es aus mit der Anwendung von Minoxidil als Alternative? Können sich die Leberflecken noch weiter ausbilden (mehr und größer) und können diese nach Absetzen des Medikamentes wieder verschwinden? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Viele Grüße,

Fabius
Prof. Dr. Hans Wolff

Experte
Beiträge:187
2005-03-01
Sehr geehrter Fabius,

Propecia ist nicht verantwortlich für die Neubildung der Muttermale ("Leberflecke"), und muss daher auch nicht abgesetzt werden. Obwohl bei Ihnen nicht gegeben, ist es meistens doch eine vermehrte Sonnenbestrahlung, die neue Muttermale entstehen lässt. Sie können aber auch bei geringer Sonnenbelastung neu entstehen. Zur Sicherheit sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Grundsätzlich ist Regaine (5%ige Minoxidillösung) eine gute Alternative zu Propecia. Es ist halt etwas umständlicher in der Anwendung, weil es morgens und abends auf die Kopfhaut gegeben werden muss.

Ihr Prof. Dr. H. Wolff

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