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Expertenrat zu vernarbendem Haarausfall

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Thema: Lichen Ruber follicularis/planopilaris weiß nicht mehr weiter
2010-10-09
Autor:
renate4
Liebes Expertenteam,
Seit August/September 2008 wurde bei mir die Krankheit Lichen Ruber
follicularis durch eine Biopsie festgestellt. Im Juni 2008 OP Endoprothese.
Seit dieser Zeit habe ich die Entzündungen mit dem Haarausfall,
der nun nach den Isotretionin, Unterspritzungen, Alpicort F, Clobegalen, nur
noch entzündeter und der Haarausfall ist so schlimm geworden, daß mir nur noch die Haare so abfallen. Wollte einen Allergietest auf meine Endoprothese ToeMobile von Merete,machen lassen, aber man sagt mir immer wieder, daß es davon nicht kommen kann. Muß noch einfügen, nach der OP konnte ich einige Zeit nicht richtig denken, welches ich auch heute öfter nach Worten suche.
War dann in einer dermatoligischen Ambulanz gelandet, aber der Test wurde
auch dort nicht gemacht. Mir wurde dann weiter das Clobegalen empfohlen, welches ich nun schon 2 Jahre nehmen muß und dazu sollte ich Neotigason einnehmen 50 mg. Es wäre besser, wenn ich das Isotretionin nicht vertrage. und daß dabei aber auch die Haare stark ausfielen, bin jetzt so verzweifelt, daß ich einfach nicht mehr weiter weiß und habe es auch nicht eingenommen. Gibt es denn wirklich keine andere Möglichkeit, als diese starken Mittel, wo noch nicht mal Erfolge da sind, welches man im Internet lesen kann. Man fühlt sich wie ein Versuchskanichen.
Habe noch Antibiotika Tabletten zu Hause gehabt mit Levofloxocin, die habe
ich heute eingenommen, weiß aber auch nicht, ob es richtig ist.
Sie hatten mir mal geschrieben, Cortiosonschaum wäre leichter, wie heißt es ?Welchen Rat können Sie mir geben?
Für einen Rat wäre ich sehr dankbar.
renate4
Dr. Andreas Finner

Experte
Beiträge:165
2010-10-11
Guten Tag,
wichtig wäre festzustellen, ob Ihr starker haarausfall nur durch den Lichen follicularis oder auch noch zB durch Eisenmangel bedingt ist.
Ansonsten ist es leider so, dass die Ursache noch unklar ist und die Behandlung nicht aufgund großer Studien erfolgen kann.
Eine Allergie ist es aber nicht und einen Test für den vermuteten Zusammenhang mit Ihrer Endoprothese gibt es nicht.
Es gilt also, die Behandlung zu optimieren. Wenn Isotretinoin bei Ihnen zu Haarausfall führt, kommen andere innerliche Medikamente wie Hydroxychloroquin, Doxycyclin, Ciclosporin, Mycofenolatmofetil, Kortison eine Woche pro Monat oder ein experimenteller Versuch mit Pioglitazon in Frage.
Die Basis ist immer eine äußerliche Behandlung (der Kortisonschaum ist beim Hautarzt bekannt) sowie monatliche Kortisonunterspritzungen.
Es ist richtig, dass immer eine Überwachung und Diskussion bezüglich von Nebenwirkungen erfolgen muss.
Also sprechen sie nochmal mit Ihren behandelnden Ärzten über das weitere Vorgehen.
MFG, Dr. Finner

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