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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall der Frau

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Thema: Hormonbedingter Haarausfall
2005-09-13
Autor:
Steffi
Ich habe nach Absetzen der Pille (Petibelle) in zwei Monaten fast ein Drittel meiner Haare verloren, und zwar über den ganzen Kopf verteilt, besonders jedoch im oberen Kopfbereich. Ich bin 23, habe die Pille vier Jahre genommen und noch nie Probleme wegen meinen Haaren gehabt.

Mein Frauenarzt meinte, ich mein Körper würde zuviele männliche Hormone produzieren, was man anscheinend auch daran erkennen kann, dass sich Zysten an den Eierstöcken gebildet haben. Ich habe also zuviele männliche Hormone im Blut. Ist das jetzt ein anlagebedingter, also erblicher Haarausfall oder nicht? Was kann man dagegen tun, mein Arzt meinte, man könnte da mit der Pille gegensteuern, die Haare würden auch wieder nachwachen. Aber muss ich dann mein Leben lang die Pille nehmen? Gibt es alternative Methoden?
Dr. Jens Meyer

Experte
Beiträge:57
2005-09-20
Sehr geehrte Steffi,



Jedes An- oder Absetzen von Antibabypillen kann vorübergehend zu einem diffusen Haarverlust führen. Die auf diesem Wegen verlorenen Haare wachsen wieder nach.



Die Ursache des anlagebedingten Haarausfalls bei der Frau liegt nur selten in zu hohen Androgenspiegeln (männliche Geschlechtshormone) im Blut. Meist ist eine erhöhte Empfindlichkeit der Androgenrezeptoren (Andockstellen der männlichen Geschlechtshormone) der Haarfollikel auf die Androgene ursächlich. Nach Ihren Beschreibungen könnte bei Ihnen ein Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO-Syndrom) bestehen mit Zysten an den Eierstöcken und erhöhten Androgenspiegeln im Serum.



Welche Art von Haarverlust bei Ihnen vorliegt und welche Behandlungen erforderlich sind, kann per Internet nicht festgelegt werden. Hierzu ist eine Zusammenarbeit Ihres Frauenarztes mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt zu empfehlen.



Ihr Dr. J. Meyer

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