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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall des Mannes

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Thema: Hilfe! Ich weiß nicht mehr was tun.
2005-03-05
Autor:
Sunnyboy
Ich habe ca. seit mitte 04 Haarausfall. Als ich dies bemerkt habe bin ich gleich zum Hautarzt und trug ab da 2x täglich Regain auf. Der Haarausfall wurde zwar nicht ganz gestoppt aber die Haare blieben eigentlich stabil erhalten. Da dies aber auf dauer sehr umständlich war entschied ich mich im November 04 auf 1/4 Proscar umzusteigen. (Rat von Hautarzt). Danach fielen mir die Haar büschelweise aus. (ca. 200-300 Haare am Tag - auch lange und dicke). Zudem bekam ich zu den starken Schuppen (hatte ich auch unter Regain) noch rötliche Pickel auf der Kopfhaut. Ich nehme jetzt seit ca. 4 Monaten Proscar und der Haarausfall ist nicht besser geworden (tägl. 200 Haare).
Inzwischen haben sich meine Geheimratsecken enorm vergrößert, und die leichte Lichtung am Hinterkopf wurde größer und dehnt sich nun über den ganzen Kopf aus. Aus Panik nehme ich nun seit ca. 2 Wochen noch zusätzlich wieder das Regaine. Seitdem gehen mir sehr viele dünne und kurze Haare aus. Da ich eine schlechte Ernährung sowie sehr viel beruflichen Streß habe denke ich das dies zu Schuppen, diesen roten Pickeln und damit als Hauptursache zum Haarausfall führt. Wäre das denkbar? Könnte eine Übersäuerung des Körpers so starken Haarausfall verursachen bzw. den anlagebed. HA noch verstärken?
Ich nehme derzeit: 1/4 Proscar / 2x tägl. Regaine / 1x täglich Alpicort (gegen Schuppen und rote Pickelchen).
Wie beurteilen Sie die Gesamtsituation? Ich weiß momentan nicht weiter da ich nicht weiß warum sich mein Haarstatus in nur ca. 2 Monaten so stark verschlechtert hat. Deuten der Verlust von vielen kleinen und dünnen Haaren (derzeit der Fall) darauf hin das stärkere Nachwachsen?
Priv. Doz. Dr. Christian Kunte

Experte
Beiträge:628
2005-03-09
Sehr geehrter Fragesteller,



Zu Finasterid liegen Studien nur in der 1 mg Dosis (Propecia) als Filmtablette vor. Auch Proscar enthält in seiner Filmtablette Finasterid, jedoch 5 mg. Der Filmüberzug soll vor einer vorzeitigen Wirkstofffreisetzung im Magen schützen, da der niedrige pH-Wert die Wirkung des Medikamentes einschränken oder gar aufheben kann. Der nahtlose Umstieg von Regaine Männer Lösung auf Propecia ist problematisch, da die Wirkung der abgesetzten Regaine Lösung nach wenigen Wochen nachlässt und die Haare, die zuvor stabilisiert oder zugewonnen wurden, wieder ausfallen, andererseits der Wirkungseintritt von Propecia erst nach mehreren Monaten zu erwarten ist.
Eine dreimal tägliche Anwendung einer Lösung ist für die Kopfhaut sicher zu viel (2x Regaine, 1x Alpicort).
Wir können Ihnen nur raten eine Haarsprechstunde aufzusuchen, so dass zunächst die irritierte Kopfhaut behandelt wird. Hierbei oder im Anschluss sollte eine Therapie der androgenetischen Alopezie eingeleitet werden.



Ihr Dr. C. Kunte

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