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Expertenrat zu vernarbendem Haarausfall

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Thema: Hilfe bei vernarbendem Haarausfall
2010-04-13
Autor:
Petra
Sehr geehrter Dr. Finner,
ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.
2004 habe ich eine entzündl. Stelle an meinem Kopf entdeckt. Daraufhin wurde ein Hautexcisat an die Pathologie geschickt mit folg. Ergebnis:
In der Nähe der Schweißdrüsen finden sich herdförmig innerhalb eines leicht sklerosierten Stromas schüttere überwiegend rundzellige Leukocyteninfiltrate, daneben aber auch einige Neutrophile. Reste von Haarfollikel eingesprengt.
Tief cutan gelegener chronisch-entzündlich überlagerter Fibroseherd mit Resten eines Haarfollikels ( passend nach Follikulitis ). Kein Hinweis auf bösartiges Wachstum.
Nachdem ich damals von meinem Arzt "Entwarnung" bekommen habe und auch keine weiteren Maßnahmen eingeleitet wurden habe ich jahrelang nicht mehr auf diese Stelle geachtet. Mit nun fatalen Folgen. Die Stelle ist mittlerweile ca. 4x4 cm gross vernarbt ( Haut sehr weiss ). Die Ränder sind rot entzündlich. Meine Hautärztin hat mir nun Karison Crinale verschrieben, das ich 6 Wochen tägl. aufgetragen habe. Der rote Rand ist zwar nicht mehr ganz so dunkelrot aber die Entzündung scheint nicht ganz weg zu sein denn es sind immer noch hellrote Stellen zu sehen.
Die Hautärztin meinte nun ich soll dieses Mittel "nach Bedarf" immer mal wieder auftragen. Eine andere Therapieform gibt es leider nicht sagt sie. Aber ích habe nun Angst dass irgendwann die Entzündung soweit fortschreitet, dass ich meine ganzen Haare verliere.
Deshalb meine Fragen:
Ist diese Behandlung ausreichend oder gibt es bessere Möglichkeiten?
Fallen mir irgendwann noch viel mehr Haare aus?
Gibt es evtl. in meiner Nähe einen Spezialisten ( ich wohne in der Nähe von Mannheim/Heidelberg )?
Vielen Dank für Ihre Hilfe
Dr. Andreas Finner

Experte
Beiträge:165
2010-04-14
Guten Tag,
die Diagnose kann nur aus der Kombination von Untersuchung und Gewebeprobe gestellt werden.
Oft gibt es die zusätzliche Möglichkeit einer monatlichen Unterpritzung mit verdünnter Kortisonlösung, um ein Größerwerden zu verhindern. Nur selten sind Tabletten notwendig. Zusätzlich kann die Stelle mit Abdeckfarben kaschiert werden. Sollte später die Entzündung mal lange Zeit ganz weg sein, kann über eine Haartransplantation diskutiert werden.
Unter www.trichocare.de finden sie Haarsprechstunden in Ihrer Nähe.
MFG, Dr. Finner

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