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Thema: Haarzwiebel
2005-12-08
Autor:
Troll
Hallo,

viele im Nutzerforum machen sich Gedanken was das weiße Ende am ausgefallenen Haar bedeuten könnte. Ich bemerke es bei mir auch, aber zumindest subjektiv erst an den Haaren die durch Regaine-Shedding, was bei mir sehr heftig war, ausgegangen sind.

Manche meinen, es sei harmlos, nur Talg, dann kommt es vielleicht von der fettigen Struktur die ich sowieso habe und/oder den Schuppen die durch Regaine schlimmer geworden sind.

Andere behaupten es sei die Haarzwiebel, wenn das stimmt wäre das ja GAR nicht gut. Denn wenn die nicht mehr in die Kopfhaut zurückkehrt, dann haften die nachwachsenden Haare schlechter. Das würde dann vielleicht auch erklären, wie Sie auf den Seiten hier beschreiben, warum ein Teil der durch Regaine ausgefallenen und dann nachwachsenden Haare relativ schnell wieder ausfallen.

Angeblich soll nicht nur DHT, sondern auch Verhärtung des Kollagens dazu beitragen den Haarfollikel zu verdicken und damit die Haarzwiebel zu verlieren. Hilft da Aminexil wie behauptet? Gibt es noch was anderes was man dagegen tun kann, irgendwelche Aufbauprodukte zum Einnehmen zB?

Für eine Antwort, insbesondere eine wirklich präzise, wäre ich sehr dankbar und ich denke andere auch.

MfG

Anne
Priv. Doz. Dr. Christian Kunte

Experte
Beiträge:318
2005-12-13
Sehr geehrte Troll,

Fast alle Haare, die schmerzlos aus der Kopfhaut auszuziehen sind befinden sich im Telogenstadium. Im Telogenstadium ist das Haar in die Ruhe- und Ausfallsphase getreten. Die sogenannte Haarwurzel hat sich geteilt und das Haar hat sich mit einem Teil davon, dem Haarbulbus, zurückgezogen. Der Bulbusteil hat sich rund wie ein Kolben verformt. Das Telogenhaar nennt sich deshalb auch Kolbenhaar. Ihrer Beschreibung nach handelt es sich bei dem weißen Ende um den Bulbus. Eine Diagnosestellung auf diesem Wege ist natürlich nicht möglich, Ihr Hautarzt kann aber mit einem Blick im Mikroskop erkennen ob es sich hierbei um den Haarbulbus handelt. Dies wäre völlig normal.

Die Haare im Anagenstadium (Wachstumsstadium), lassen sich nicht schmerzlos ausziehen. Hier hat der Bulbus noch Kontakt zum anderen Teil der Haarwurzel, der dermalen Papille. Die dermale Papille enthält Blutgefäße und Nerven. Deshalb schmerzt das Ausziehen von Anagenhaaren. Auch am Anagenhaar lässt sich der Bulbus als weißes Ende mit bloßem Auge erkennen, außer das Haar sitzt so fest, dass es beim Ausziehen abbricht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. C. Kunte

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