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Expertenrat zur Haartransplantation

Thema: Haartransplantation bei seborrhoischem Ekzem
Autor:
Manni
2016-09-09 14:53:50
Sehr geehrter Herr Dr. Neidel,
meine Frau leidet unter anlagebedingtem Haarausfall und einem seborroischen Kopfhautekzem, welches immer wieder über lange Phasen auftritt und starken Haarausfall verursacht. Auf Minoxidil reagiert sie mit Konaktekzem und darf es daher auf keinen Fall anwenden. Finasterid möchte sie nicht anwenden, da sie ohnehin ein erhöhtes Brustkrebsrisiko hat!
Meine Frage nun an Sie: Ist eine Haartransplantation im Fall meiner Frau erfolgversprechend? Das seborroische Ekzem ist ja nicht heilbar und wird schubweise immer wieder auftreten! Haben Sie Erfahrung mit solchen Fällen? Die Kombintion von anlagebedingtem Haarausfall und seborroischem Kopfhautekzem soll ja vor allem bei Männern häufiger vorkommen!
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar, denn der Leidensdruck ist enorm!!
Autor:
Dr. Frank G. Neidel
Dr. Frank G. Neidel
Experte
Beiträge:169
2016-09-13 16:31:30
Guten Tag,

danke für die interessante Anfrage. Sie haben vollkommen Recht, das seborroische Kopfhautekzem kommt in Kombination mit Androgenetischer Alopezie beim Mann(!) sehr häufig vor. In unserem Patientengut sind das geschätzt 30% aller Fälle. Wir führen auch bei diesen Patienten eine Eigenhaarwurzeltransplantation durch und haben damit seit über 20 Jahren hervorragende Resultate erreichen können. Die neu verpflanzten Haarwurzeln produzieren dauerhaft neue Haare auf den ehemaligen Kahlstellen und die behandelten Patienten sind mit den optischen Resultaten sehr zufrieden. Auch das Kopfhautekzem kann durch den chirurgischen Reiz und die anschließende Mikronarbenbildung in der Haut etwas zurück gehen.

Sicher werden Sie nun weitere ergänzende Fragen haben. Diese würden den Rahmen dieses Forums überschreiten. Vereinbaren Sie bitte deshalb bei weiterem Interesse einen persönlichen Beratungstermin in meiner Haarsprechstunde in Düsseldorf oder in Staad am Bodensee. Gerne stehe ich dann für Sie und Ihre Frau zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Neidel

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