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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall der Frau

Thema: Haarausfall trotz Regaine
Autor:
Sonne36
2017-09-24 08:03:05
Guten Tag,
schon länger leide ich (36 Jahre) an Haarausfall, aber mit einem richtigen Schub hat es
im Sommer 2016 begonnen. Daraufhin folgte ein Ãärztmarathon, wobei ich Diagnosen von diffusem HA bis AGA bekommen habe. Viele Haare fielen auf einmal aus, nicht bezogen auf den Scheitel sondern diffus am ganzen Oberkopf, aber am meisten im vorderen Oberkopfbereich. Da auch die Blutwerte nicht ganz in Ordnung waren (Vegetarierin) nehme ich noch Eisen, Zink und Biotin zu mir. AuÃčerdem Pantovigar und schon lange Belara als antiandrogene Pille.
Seit November 2016 verwende ich Regaine 5% Schaum welcher anfangs auch super half. Haarausfall gestoppt bis Juni/Juli 2017, da fing es wieder an. Gerade ist es so schlimm, dass ich das Gefühl habe alle neu gewachsenen Haare rieseln nur so wieder runter. Ãťberall nur Haare so dass ich einfach nur Angst habe. Ich dachte Regaine hilft so lange man es einnimmt?Warum nun wieder dieser HA?Mein Oberkopf wird lichter. Ich habe aber nichts an meinen Gewohnheiten geändert. Fallen unter Regaine ausgefallene Haare wieder nach oder wirkt es einfach nicht mehr?
Vielen Dank schon mal und beste GrüÃče,
Autor:
Dr. Uwe Schwichtenberg
Dr. Uwe Schwichtenberg
Experte
Beiträge:193
2017-09-24 22:58:00
Sehr geehrte Fragestellerin

anlagebedingter Haarausfall führt zu einem Haarausfallsmuster (z.B. Ausdünnung in der Scheitelregion) der Haarumsatz im Sinne von "Ausfallen der Haare" ist dabei eigentlich nicht erhöht. Bei Frauen kommt oft noch eine deutliche oft schubweise verlaufende diffuse Komponente mit vermehrtem Ausfallen der Haare hinzu. Viele Patientinnen machen den Fehler, den Erfolg der Therapie am Verlauf des diffusen Haarausfalles zu beurteilen. Das täuscht aber. Nur der Verlauf der Haarwurzeldichte in den androgenabhängigen Arealen ist ein verlässliches Erfolgskriterium. Wir führen daher standardisierte Übersichtsaufnahmen und Phototrichogramme im Abstand von ca. 6 Monaten durch. Hier kann man oft einen stabilisierten Befund nachweisen, unabhängig davon, ob parallel dazu Schübe diffusen Haarausfalles stattfinden. Der diffuse Anteil des Haarausfalles führt letztlich nicht zum Verlust von Haaren, sondern zur Reduktion der durchschnittlichen Haarlänge. Dies kann unangenehm genug sein, ist aber umkehrbar und nach derzeitiger Datenlage nicht mit Minoxidil (Regaine u.a.) zu behandeln

Ihr Dr. Uwe Schwichtenberg

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