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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall des Mannes

Thema: FINASTERID , LEBERWERTERHÖHUNG u Kinderwunsch
Autor:

Armin

2018-04-24 06:13:08

Sehr geehrter Herr Prof. Wolf,

Nach Studienhinweisen zur verminderten Fruchtbarkeit las ich Ihre Antwort an die Leserin Ines (2012) . Ihr Wort in Gottes Ohr. Ich werde, trotz Kinderwunsch, Propecia beginnen zu nehmen, denn am Hinterkopf wird mit meinen 49 Jahren erstmals das Haar nun rapide dünner und zeitweise schimmert das Knie durch. Mein Vater hatte mit 26 einen weitgehend kahlen Kopf. Erstaunlich, daß es jetzt erst hinten bei mir beginnt. ich möchte dem entgegentreten.

Allerdings hörte ich von einem Kollegen, daß er jetzt einen erhöhten GOT-Wert hat, obwohl er außer Propecia, kein Medikament einnimmt und so gut wie keinen Alkohol trinkt. Sein Arzt führt das auf 15 Jahre Propecia-Einnahme zurück.

Sehen Sie als Experte für Finasterid einen Zusammenhang mit der Erhöhung des Leberwertes? Es ist ja schließlich ein unnatürlicher, chemischer Stoff.

Darf beim Einnahme v. Propecia gelegentlich auf Festen z.B. Bier oder Wein getrunken werden?

Ich stehe wirklich in Sorge um meine Haare kurz vor der Ersteinnahme von Finasterid und bin noch am Zweifeln.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

MfG

Autor:

Dr. Uwe Schwichtenberg
<p>Dr. Uwe Schwichtenberg

Experte
Beiträge:495

2018-04-27 15:58:44

Sehr geehrter Fragesteller

Erhhte Leberwerte werden ohne Hufigkeitsangabe in der Fachinformation von Propecia erwhnt. Der Wirkstoff wird ber Cytochrom-P-450 abgebaut, ohne diesen Abbauweg selber zu beeinflussen. Cytochrom P 450 sind Eiweie, die vor allem in der Leber vorkommen und fr den Abbau der unterschiedlichsten Stoffe (besonders Medikamente) zustndig sind. Ein Zusammenhang zwischen 15 Jahren Finasterideinnahme und einem erhhten Leberwert ist also durchaus mglich. Substanzielle Leberschdigungen sind nicht beschrieben, Routinelaborkontrollen werden in der Fachinformation nicht empfohlen. Es gibt keine Hinweise, dass gelegentlicher miger Alkoholgenuss im Zusammenhang mit Finasterid ein Problem darstellt.

Ihr Dr. Uwe Schwichtenberg

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