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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall des Mannes

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Thema: Aminexilwirkung gegen Haarausfall
2005-04-18
Autor:
Martin
Guten Tag. Ich bin 23 und habe mit Haarausfall zu kämpfen. Mein Arzt hat mir Crinohermal fem verschrieben. Ich selbst habe mir von Kerastase(L`Oreal) Aminexilampullen aus dem Internet besorgt und habe seit gestern angefangen diese parallel zu Crinohermal fem auf die Kopfhaut aufzutragen.
Kann ich davon ausgehen, dass der Haarausfall aufgehalten wird und ist es ungefährlich mehrere Mittel gleichzeitig zu nehmen.
Zu welchen Mitteln würden sie mir raten?

Vielen Dank im Voraus
Dr. Jens Meyer

Experte
Beiträge:135
2005-04-19
Sehr geehrter Martin,



Zur Behandlung des anlagebedingten Haarausfalls (androgenetische Alopezie, Alopecia androgenetica) des Mannes stehen im wesentlichen 3 Präparate zur Verfügung, die im Rahmen wissenschaftlicher Studien Wirksamkeit erwiesen haben:



Der Wirkstoff 17a Estradiol, enthalten in Ell Cranell alpha oder Pantostin, konnte an Rattenleberschnitten im Reagenzglas eine Hemmung der DHT-Bildung (siehe unten) zeigen. Einer vorliegenden klinischen Studie und unseren Erfahrungen nach ist 17a Estradiol in der Lage, bei leichteren und beginnenden Formen des anlagebedingten Haarausfalls das Fortschreiten des Haarverlustes zu verlangsamen.



Regaine 5 % (Wirkstoff Minoxidil) ist eine Lösung, zweimal täglich auf die Kopfhaut aufzutragen (morgens und abends je 1 ml). In den zahlreichen Studien konnte bei einer Vielzahl der Männer ein Stopp des Haarausfalls und sogar ein Nachwachsen von Haaren gemessen werden.



Propecia (Wirkstoff Finasterid) ist eine Tablette, einmal täglich einzunehmen. Propecia hemmt selektiv das Enzym 5a -Reduktase Typ II und somit die Umwandlung von Testosteron (Männliches Geschlechtshormon) zu DHT (Dihydrotestosteron). DHT ist neben der erblichen Veranlagung hauptverantwortlich für den androgenetischen Haarausfall. Durch die Hemmung des Enzyms wird der Spiegel von DHT im Serum (Blut) um etwa 70 % gesenkt. Im Rahmen internationaler Studien an über 1500 Männern konnte bei etwa 80 % der Anwender ein Stopp des fortschreitenden Haarverlustes und bei 65% eine Verdichtung der Haare erreicht werden.



Ihr Dr. J. Meyer

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