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Expertenrat zur Alopecia areata

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Thema: AA mit Irritationen im Bartwuchsbereich
2005-11-10
Autor:
hobbyfotograf
Vor 1,5 Wochen wurde bei mir AA diagnostiziert. Seitdem schreitet die Erkrankung sehr schnell voran. Ich vermute, dass auch Wimpern und Augenbrauen bereits beginnen auszufallen. Zunächst dachte ich, dass auch große Bereiche des Bartwuchsbereiches betroffen sind; bei genauerem Hinsehen stellte sich jedoch heraus, dass diese Stellen sehr wohl noch über Haarwuchs verfügen, jedoch keine dunklen Stoppeln wachsen (wie normal) sondern weisse, fast farblose Stoppeln. Diese Stoppeln scheinen aber etwas weicher zu sein, als die normalen, harten Bartstoppeln. Gibt es da einen Zusammenhang? Am Körper habe ich noch keine Auswirkungen festgestellt. Sonstige Faktoren: hoher psychischer Dauerstress: ja; täglich bzw. stündliches, schubweises Kopfhautjucken/-pieksen: ja; Fingernägeldeformation nein; Alter: 40 Jahre; leichten Heuschnupfen, keine Ekzeme; aber häufiger leichte Hefepilzerkrankungen; erbliche Vorbelastung unbekannt.
Meine Frage: gibt es ähnliche Fälle, in denen AA mit Bartwuchsstörungen/Pigmentstörungen in den Bereich einhergehen und gibt es darüber irgendwelche Erkenntnisse?
Vielen Dank im voraus und viele Grüsse
Priv. Doz. Dr. Christian Kunte

Experte
Beiträge:128
2005-11-15
Sehr geehrter hobbyfotograf,

bekannt ist, dass beim kreisrunden Haarverlust häufig zunächst die pigmentierten Haare in ihrem Haarwachstum von den körpereigenen T-Lymphozyten gelähmt werden. In der Folge fallen die pigmentierten Haare aus, weiße bleiben zurück.
Dies ist nicht beunruhigend, sondern relativ typisch für Alopecia areata. Auch können diese weißen Haare etwas weicher sein, am Kopf finden sich oft nur mehr Flaumhaare.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Dr. med. C. Kunte

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