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Bericht vom Kongress der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) in Dresden
14. Februar 2020 - Björn Meyer, Webmaster

Vom 7. bis zum 9. Februar 2020 fand in Dresden der Kongress "Dermatologie kompakt & praxisnah" statt, eine Veranstaltung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen Dermatologen (BVDD). In diesem Jahr zog es rund 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Elbestadt.

Die Plenarvorträge am Samstagnachmittag standen unter dem Motto "klinische Herausforderungen". Das Thema "Haare" referierte Dr. Uwe Schwichtenberg aus Bremen, Mitglied des Expertenrates auf Haarerkrankungen.de. Obwohl noch nicht "praxisnah", wie es das Motto der Gesamtveranstaltung verlangt hätte, berichtete Schwichtenberg über die neuesten Entwicklungen in der Therapie der Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall). Hier sind diverse sogenannte JAK-Inhibitoren "in der Pipeline". JAK-Inhibitoren sind Hemmer der Januskinasen, die der Informationsübermittlung in der Zelle dienen. Ein Vertreter dieser Gruppe, das Tofacitinib, ist unter Anderem bereits in der Behandlung der Psoriasisarthritis (Entzündung der Gelenke bei Schuppenflechte) im Einsatz. Mehrere Studien lassen gute Wirkungen von Tofacitinib bei innerlicher Verabreichung auch bei der Alopecia areata erwarten. Auch andere Vertreter mit diesem Wirkansatz wie zum Beispiel Baricitinib oder Ruxolitinib befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Die äußerliche Anwendung von Ruxolitinib zeigte sehr gute Ergebnisse in der Behandlung der Vitiligo, erste Untersuchungen bei der Alopecia areata zeigten leider keinen Erfolg.

Ermutigende Ergebnisse aber lieferte eine Phase-2b-Studie zu Clascosterone, einem äußerlich aufzutragenden Androgen-Rezeptor-Antagonisten, in der Behandlung des anlagebedingten Haarausfalls (androgenetische Alopezie). Hierbei wird ähnlich wie bei der Gabe von Finasterid die Testosteronwirkung an der Haarwurzel reduziert. Im 4. Monat der Anwendung konnte ein vergleichbarer Therapieerfolg wie mit Minoxidil erreicht werden.

Nach diesem Zukunftsausblick leitete Dr. Schwichtenberg zu den mehr alltäglichen Problemen einer Haarsprechstunde über, um so auch die geforderte Praxisnähe darstellen zu können: Welcher Algorithmus führt mich zur Diagnose, und wie treffe ich die richtige Auswahl unter den verfügbaren Therapieoptionen? Dies waren einige der Themenkomplexe, die den Kolleginnen und Kollegen den einen oder anderen Kniff für den Praxisalltag mit auf den Weg gaben.

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